, Pia und Moni

Jahresausflug Wallis 2019

Wallis – ins Herz gemeisselt!

Der Slogan hat sich beim Jahresausflug des Bike-Team-Wilen vom 28.06. – 01.07.2019 voll und ganz bewahrheitet. Bei bestem Wetter, grossartigen Trails und herzlicher Hüttengastfreundschaft haben 13 Biker und 5 Bikerinnen des Bike-Team-Wilen das Wallis innert Kürze tief ins Herz geschlossen.

Angefangen hat das Abenteuer für 17 Biker/- innen am frühen Freitagmorgen. Die Ansage von OK-Ehepaar Stadler war klar: um 5:30 Uhr sollen alle Autos beladen in Wil auf die Autobahn einfahren um vor dem Pendlerstau

rund um Zürich durch zu sein und um 09:00Uhr im Restaurant Felsheim in Goppenstein einzutreffen. Die Anfahrt verlief geplant staufrei und auf dem Autozug durch den Lötschberg haben es sogar zwei Fahrer geschafft, vor Abfahrt noch einen Schwatz zu halten - und das obwohl aussteigen verboten ist.

Nach dem Willkommens-Kaffee in Goppenstein gings unter der Führung von Peter Stadler gemütlich einrollend nach Ferden und von dort zügig hoch bis zu den ersten Schneefeldern. Vor der Chummenalp gabs eine Stärkung aus dem Rucksack, damit alle Biker/innen bereit waren, auch noch die letzten Meter bis zum Mittagshalt in der Lauchernalp in Angriff zu nehmen. Nach dem Mittagessen erwartete die Biker/innen eine rasante Abfahrt auf wunderbaren Trails über die Fafleralp, von einige liebevoll auch Falaffel-Alp genannt, via Blatten zurück zum Parkplatz in Goppenstein. Dort haben 15Biker/innen ihre Räder wieder auf die Autos verladen, 2 ambitionierte Radler* haben, der Hitze zum Trotz, auch das letzte Stück noch mit dem Bike in Angriff genommen und sind auf zwei Rädern, direkt der Hauptstrasse entlang, bis nach Glis zum Hotel gefahren.

Der erste Tag verlief natürlich nicht ganz ohne Pleiten, Pech und Pannen. Neben einem Kettenriss und ein paar platten Reifen sei an dieser Stelle nur ein Sturz noch explizit erwähnt: Bei einer Showeinlage mit Bremsspur auf dem
Kiesweg wurde ein Biker* von seinem Fahrrad

abgeworfen und landete zur Unterhaltung der Gruppe etwas unsanfter als ursprünglich geplant am gewünschten Ort...
Zurück im Hotel stiess Armin Gemperle als letzter Teilnehmer dazu, nun war die Gruppe von 18 Teilnehmer/ innen komplett. Den ersten Tag liessen die Biker/innen mit einem gemütlichen Aperitiv auf der Sonnenterasse, einem Nachtessen im Hotel und einem anschliessenden Schlummertrunk zurück im Freien rundum zufrieden ausklingen.

Den zweiten Tag startet die Biker/innen nach einem ausgewogenen Frühstück mit dem Bikeverlad in den Shuttlebus, der die Jahresausflügler zuerst überraschend zu einer Schnappsdegustation und dann weiter nach Zermatt brachte. In Zermatt stiessen die lokalen Guides Max und Stefan dazu und übernahmen die Führung für den Rest des Tages. Zuerst gab es auf Wunsch der Biker eine kleine Ortsrundfahrt mit Erklärungen zu den wichtigsten Highlights, bevor sich die Gruppe dann teilte. Stefan nahm den Aufstieg zur Sunnegga mit 6 top motivierten BTW’lern mit dem Bike in Angriff, die Gruppe von Max nutzte für die ersten

600hm die Zahnradbahn. Ab Sunnegga folgten die Biker/innen dem 5-Seenweg via Leisee, Mosjesee, Grünsee, Grindjisee und Stellisee hoch zur Fluhalp, wo beide Gruppen zusammen Mittagshalt machten. Für die Abfahrt teilten sich unsere Wege wieder, beide Guides führten ihre Biker/innen über herrliche und ganz schön staubige Trails zurück nach Täsch. Dort verabschiedeten sich die Guides und Peter Stadler übernahm die Führung für

die letzten Kilometer zurück nach Glis.

Bei der Abkühlung im Bach hinter dem Hotel wurde ein Biker* von der Tiefe überrascht und verschwand samt Bikehose bis zur Hüfte im kühlen Nass. Dass sich sein Handy noch in der Hosentasche befand, konnte ihn nicht aus der Ruhe bringen. Gelassen erklärte er: «Ist gemäss Hersteller wasserdicht bis 1m Tiefe...» – und er sollte Recht behalten, das Handy hatte tatsächlich keinen Schaden genommen.

Am zweiten Abend konnten die Biker/innen ihre Pizza auf der Sonnenterrasse geniessen und die meisten entschieden sich nebenan zu Mc Donalds auf ein Eis zu gehen und den Abend so ausklingen zu lassen.

Am Sonntag radelten die Biker/innen zum Bahnhof Brig um

dort Paul, den Guide für den dritten Tag, zu treffen, die Bikes aufs Postauto zu verladen und sich zum Simplon hoch

shutteln zu lassen. Von da aus führte Paul die Gruppe auf dem stellenweise ganz schön anspruchsvollen Stockalperweg hinunter zum Stockalperturm in Gondo. Kurz vor dem Stockalpertunnell erreichte die hintere Gruppe ein Notruf der ersten Gruppe: ein Biker* hatte irgendwo im Tunnell seine korrigierte Brille verloren! Natürlich haben sich die Vereinskollegen mit Ihren Handytaschenlampen auf die Suche gemacht. Einem besonders aufmerksamen Sucher* sei Dank, die Brille konnte zur grossen Freude des Verlierers unversehrt wieder zurückgegeben werden!

Einige platte Reifen brachten unterwegs den Zeitplan von Guide Paul ganz schön durcheinander und nur der guten Lasagne-Vorbereitung der Gastgeber beim Mittagshalt war es zu verdanken, dass trotz zeitlichem Engpass alle gestärkt das Postauto um 13:18Uhr erreichen und sich so von Gondo zurück auf den Simplon shutteln lassen konnten.
Zurück auf der Passhöhe konnten sich die Trailiebhaber auf eine weitere, nicht weniger Anspruchsvolle Abfahrt auf der anderen Seite des Simplon freuen. Die Gruppe teilte sich wieder auf, die einen nahmen nochmals ein paar Höhenmeter unter die Räder um einen etwas flowigeren Trail runter zu fräsen, die anderen kehrten mit einem Abstecher in die

Altstadt von Brig zurück ins Hotel.
Am Abend konnten sich die müde Truppe auf den Racletteplausch auf der Sonnenterasse freuen und auch den letzten Abend bei bestem Wetter draussen ausklingen lassen.

Am letzten Tag übernahm Peter Stadler nochmals die Leitung und führte die Gruppe über Ried-Mörel zu einer in einem ehemaligen Schulhaus untergebrachten Selbstversorgerbeiz. Die Konsumation musste in alter Schulmanier von Hand in ein Heft eingetragen und das Geld fein säuberlich abgezählt in die Kasse gelegt werden. Das unkomplizierte Konzept schien in dieser verlassen Ecke des Wallis prima zu funktionieren – ganz im Gegensatz zur Kaffeemaschine, die doch die Aufmerksamkeit von 3 Hilfsbereiten forderte, um einem

deutschen Wanderpaar bei der Zubereitung des gewünschten Getränks zu helfen, bis dann eine vierte Hilfsbereite* eher zufällig die Lösung fand...
Die Rückfahrt führte wiederum über ziemlich staubige Trails, einem beeindruckenden Weg auf einer Wasserleitung und über geschickt angelegte Fahrradwege, zurück zum Hotel. Dort durften sich die Biker/innen noch eine vermeintlich letzte Dusche vor der Heimfahrt gönnen. Doch erstens kommt es anders, als man zweitens denkt! Beim Mittagessen auf der Terrasse kippte das Getränketablett der Kellnerin und zwei Bikerinnen erhielten ungeplant eine Bierdusche – gefolgt von einer weiteren Dusche im Wellnessbereich des Hotels.

Als dann wieder alle sauber waren, konnten die Bike Kollegen/innen müde, zufrieden und vielleicht auch etwas wehmütig, die Autofahrt über den Furka und den Ricken zurück in die Ostschweiz in Angriff nehmen. Ein wunderbares, langes Wochenende, mit herrlichem Wetter, genialen und zum Teil sehr anspruchsvollen Trails, einwandfreier Organisation und viel Sonne ging zu Ende.

Wer wissen möchte, warum es in einem Zimmer* neben dem Verdacht auf rosafarbene Plüschhandschellen mit Sicherheit einen riesigen Gummibären gab, warum zwei* sich besonders aktiv um einen Teilnehmerplatz am Jahresausflug 2020 bemühen mussten und warum sich einer* freiwillig von Kopf bis Fuss mit Schlamm einschmierte, der/die muss nächstes Mal eben selbst mitkommen!

Ein ganz herzliches Dankeschön an Bea und Peter Stadler für die grossartige Idee den Jahresausflug 2019 in ihrer zweiten Wahlheimat – dem Wallis – durchzuführen, die hervorragende Organisation und die reibungslose Durchführung des herrlichen Wochenendes! Wir haben es in vollen Zügen genossen, nun bestimmt alle ein Stück Wallis ins Herz gemeisselt und freuen uns schon wieder aufs nächste Jahr wenn es wieder heisst: Jahresausflug Bike-Team-Wilen 2020. Wir sind dabei!

*Namen der Redaktion bekannt :-) Pia Burger und Monika Thalmann