, Pascal Lerch

Bike Guide Event 2017

Bikeguides auf Robin Hoods Spuren

Traditionell starteten die Bikeguides bereits eine Woche früher in die Jubiläumsaison. Neu-Technischerleiter Remo lud zum Bogenschiessen mit anschl. Grillen und Länderspiel Schweiz – Lettland ein.

Ein Feld von 14 potenziellen Robin Hoods traf sich um 12.00 Uhr beim Ägelsee. Von dort verschoben wir dann auf den Eschenzer-Hüttenberg, wo die Bogenschützen-Eschenz ihren Schiessstand haben. Instruktor Lothar begrüsste uns mit den Worten: „Ah, Ihr seid schon da, dann könnt Ihr mir gleich beim Aufbauen helfen.“ – Was wir hilfsbereite Guides natürlich auch tatkräftig taten.

Nachdem die zwei Zielscheiben in 15m Entfernung aufgebaut und zwei Bogen zusammengesetzt waren, wurden wir in die Geheimnisse des Bogenschiessens eingeführt. An dieser Stelle noch ein kleiner Exkurs zum Material: wir schossen „vorerst“ mit einem Bogen mit 18 lbs-Zugkraft und Pfeilauflage links sowie einem Bogen mit 16 lbs-Zugkraft und Pfeilauflage rechts (ganz wichtig – bitte merken ?).

Elementar sind die Fussstellung, eine waagrechte Haltung der Arme und vor allem das ruhige Loslassen der Sehne. Wer dies alles umsetzt trifft die Scheibe bestimmt. Nun waren wir an der Reihe – jeder durfte einzeln und unter kritischer Beobachtung von Lothar (und den Guide-Kollegen ?) seine ersten Pfeile schiessen. Lothar betonte immer wieder, dass Misserfolge nie am Bogen, dem Pfeil, dem Wind oder sonst etwas liege – sondern immer nur am Schützen selbst.

 

Natürlich verfehlten etliche Pfeile das Ziel und schnellten über oder neben der Scheibe durch – verständlich, war das Bogenschiessen doch für die Meisten von uns Neuland. Nach der Einzel-Proberunde, konnten wir dann auf beide Scheiben schiessen. Während auf der linken Scheibe schon ganz passable Resultate und gar einige Zehner geschossen wurden, waren Treffer auf der rechten Scheibe wirklich ganz rar. Präsident Dan zweifelte wirklich an sich selbst und unsere weiblichen Guides Hana, Jeanette und Christa verstanden (wie auch Instruktor Lothar) nicht, weshalb die Pfeile Mal ums Mal neben der Scheibe landeten, war doch an Haltung, Fussstellung und Pfeilabgabe nichts auszusetzen.

Dann versuchte sich ein zuvor treffsicherer Schütze von der linken Scheibe, auf Rechts mit dem dazugehörigen Bogen (notabene mit Pfeilauflage rechts – wir erinnern uns) und……… traf mit fünf Pfeilen, doch sage und schreibe nur 1x die Scheibe! Dann die alles entscheidende Frage: „Ist dies überhaupt das richtige Gerät – mit Pfeilauflage rechts?????“ War es selbstverständlich nicht – denn dieses ist für Linkshänder ausgelegt. Also wurde ein passender Bogen zusammengesetzt. Und siehe da, auf einmal traf sogar Präsi Dan die Scheibe.

Was sagte Lothar noch vor ein paar Minuten: „Es liegt niemals am Bogen, am Pfeil oder sonst was – sondern nur am Schützen.“ – Lothar, Dein Wort in Gottes Ohr ?.

Nun, da auf beiden Scheiben ordnungsgemässes Material im Einsatz war, gingen wir in den Wettkampfmodus über. Organisator Remo stellte zwei Gruppen zusammen (nach welchen Kriterien auch immer), welche gegeneinander antraten. – Das Resultat zugunsten der Einen Gruppe mit über 30 Punkten Vorsprung muss nicht weiter kommentiert werden. Nur soviel: Dan gehörte nicht dem Siegerteam an.

Basierend auf den erzielten Punktzahlen der Einzelnen Schützen, stellte Gäbi nun spontan einen Eliminator-Wettkampf auf die Beine. Jene Schützen, die in etwa die selbe Punktzahl schossen, traten im K.O.-Modus mit jeweils drei Pfeilen gegeneinander an. Röbi Gehrig, bis dahin präzis und solid wie ein Schweizer-Uhrwerk, musste sich erst im Finale geschlagen geben – und zwar einer Dame, welche sich dahin kontinuierlich steigerte und im Schlussgang ihr bestes Resultat schoss: die Schützenkönigin und damit Robine Hood des Bike Team Wilen heisst: Jeanette Pfister – herzliche Gratulation! Nebenbei sei noch erwähnt, dass der Schreibende mit 25 Zählern aus drei Pfeilen, das beste Tagesresultat erzielte.

Zurück in Wil folgte ein Teil der Guides noch der sehr geschätzten Einladung von Jeanette und Remo zum Grillen und Fussball-Länderspiel. Wir wurden mit einem Apéro, feinen Grilladen und Salaten und einem süssen Abschluss kulinarisch regelrecht verwöhnt. Natürlich drehten sich die meisten Gespräche um den aufregenden Nachmittag, Diskussionen ums Biken und die aktuelle Beschaffenheit der Singletrails in der Region – die Vorfreude auf die bevorstehende Saison ist riesengross. Dass die Schweizer-Nati auch noch mit 1 : 0 gewann, war dann noch das Sahnehäubchen eines tollen Samstag-Nachmittag / -Abend.

Ganz grossen Dank an Jeanette und Remo für die Organisation und herzliche Bewirtung.

Autor: Pascal