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Scoul Livigno Scoul

Remo 18.06.2009

Am Donnerstag 18. Juni 09 um 16:45 Uhr trafen wir uns zu Acht bei der Stop Box. Im Gepäck unsere Bikes und Klamotten für jede Wetterlage.

So fuhren wir los in ein ungewisses Wochenende zumindest was das Wetter und die Schneelage betraf.

Drei Stunden später, Ankunft in Scuol und gleich das erste Bier genossen. Nach einem feinen z'Nacht gings dann bald ins Bett, um für die grosse Tour gerüstet zu sein.

   

Scuol – Livigno

Am nächsten Morgen ging es bei Zeiten ab aufs Bike. Das Wetter war besser als befürchtet und die Moral wieder im Grünen. Erster Höhepunkt nach 20 km und 1000 Höhenmeter ist der Pass da Costainas (2251m.ü.M.). Von da auf traumhaften Trails runter nach Fuldera, wo wir uns mit den teuersten Spagetti meiner Karriere sättigten, um für den nächsten Aufstieg nach Döss Radond (2234m.ü.M.) bereit zu sein.

   

Von Döss Radond nach Alpisella (2299 m.ü.M.) war es eine schöne Abfahrt und nochmals lockere 300 Höhenmeter hoch. Danach gab es nur noch eine Richtung. Runter nach Livigno, wo ein wohlverdientes, kühles, unglaublich schmackhaftes Weizenbier auf uns wartete. Die Zimmer im Lac Salin ****S waren schnell bezogen, und dann ein Wiedersehen in der Sauna.

Vor dem Abendessen besprachen wir uns mit Vittorio, unserem Guide für die Samstagtour. Danach Essen, Wein trinken, lachen, wilde Geschichten erzählen, mit dem Personal flirten, Jassen und irgendwann ins Bett. Einfach Männer.

   

Livigno – Livigno

Nach einem ausgiebigen Frühstück trafen wir uns mit Vittorio, bei herrlichem Sonnenschein, für eine Singletrailtour rund um Livigno mit ca. 1000 Höhenmeter und super Aussicht. Und er hat nicht zu viel versprochen. Trails mit einem fetten Flow, knackigen Gegenanstiegen, engen Anliegern und kleinen Sprüngen liessen bei uns allen ein breites Grinsen wachsen. Laut einem anonymen Teilnehmer besser als …

Danach ging es nochmals einige Meter hoch. Die Harten nahmen die Teerstrasse, die Geniesser die Gondelbahn, um dann gleich noch den ersten Teil des Bikeparks unter die Räder zu nehmen.

Gemeinsam kämpften wir uns dann zur schönen Aussicht hoch, was sich dann doch gelohnt hat.

   

Am Abend war wieder Wellness angesagt, Wein degustieren bei Mario, Essen und Trinken. Natürlich dürfen wir hier die um einen Tag verfrühte Geburtstagtorte für Pius nicht vergessen zu erwähnen. Wobei es bedeutend ruhiger und gesitteter zuging als am Vorabend. Woran das wohl lag?

   

Livigno – Scuol

Bei Zeiten standen wir bereit für die letzte Etappe. Das Wetter war unsicher, was uns aber nicht daran hinderte den höchsten Punkt unserer Tour den Pass Chaschauna (2694 m.ü.M.) in Angriff zu nehmen. 11.5 km und 900 Höhenmeter von Livigno entfernt. Der innere Schweinehund tobte, die Knie schmerzten, bei den Schiebepassagen spannten die Waden. Aber angekommen sind wir alle!

   

   

Die Abfahrt war dann für einige herausfordernder als der Anstieg. Extrem steil, schmale mit Rinnen durchsetzte Wege und viele enge Spitzkehren. Fahrbar für die, welche es können ?.

Der Rest war ein Auf und Ab entlang dem Inn, unterbrochen von einem Pizzastopp. Am Schluss gab es nochmals ca. 350m in die Höhe nach Ftan zu überwinden. Von da an gab es nur noch eine Richtung. Im Speedrausch runter nach Scoul. Euphorisch über den Sieg über sich selbst, aber auch hundemüde wechselten wir unsere Klamotten und machten uns auf den Heimweg.

Zum Schluss bleibt zu sagen, dass wir drei wunderbare Tage hatten, ca. 180 km. mit dem Bike fuhren und dabei etwa 5000 Höhenmeter überwanden, uns das Wetter gegen alle Prognosen gnädig war, wir nur zwei Plattfüsse einfingen und sich niemand ernsthaft verletzte.

Remo