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Jahresausflug Frigoulet

Brian 24.04.2010

Bike Woche im Frigoulet vom 24. April bis 1. Mai 2010

Nach 10 Stunden Fahrt im Kleinbus sind 8 erwartungsvolle Biker im Frigoulet angekommen. Der Anblick des romantisch hinter Lavendelfeld liegenden Hotels löste spontanen Applaus aus. Die anschliessende Führung durch das Hotel machte Lust auf eine Bike Woche der besonderen Art.

Die erste Tour

Nach reichhaltigem Morgenbuffet war Besammlung zur ersten Tour, die drei Guides stellten ihre Tour vor, die Einteilung in die richtige Gruppe war schnell gemacht.

Jeder merkte schnell, der Boden ist sandig, verlangt eine etwas andere Fahrtechnik. Unser Guide, Alain, führte uns gekonnt an die ungewohnten Verhältnisse heran. Aufgelockert mit einigen trockenen Sprüchen war schnell eine gute Gruppe beisammen, mit fünf Vertretern vom bike-team-wilen. Drei BTW Fahrer hatten sich der schnellen Gruppe angeschlossen, die wir bei der Mittagspause an der Ardèche wieder antrafen.

Nach einem ersten etwas längeren Anstieg in ungewohnter Wärme ging es in flottem Tempo den Wildschwein Trail runter. Die entsprechenden Tiere wurden nicht gesichtet, aber einige Biker sahen ihnen nach dem teilweise schlammigen Gelände zum Verwechseln ähnlich.

Die Sonntags-Tour endete nach 30 km mit glücklichen Gesichtern.

Ums Hotel

Die Zeit nach der Tour bis zum Nachtessen wurde unterschiedlich genutzt. Beim Pool luden Sonnenliegen und die afrikanische Strohdach-Liege zum Ausruhen, im Hotelwald mit etwas mehr Ruhe, die Hängematten. Das Beach-Volleyball-Feld wurde nicht genutzt, die Energie musste wohl für die Bike Touren gespart werden. Im Laufe der Woche wurde die Bike-Werkstatt immer öfter besucht, kleinere Reparaturen wurden von den Guides fachmännisch ausgeführt.

Kulinarische Highlights

Jeden Abend um 19 Uhr starteten hungrige Biker eine Reise durch viele Köstlichkeiten in vier Gängen. Zum Start wurden jeweils die Brotkörbe und das Olivenöl geplündert. Spezialitäten wie Randen Suppe, überfrorenes Spargelmousse, Ziegenkäse, Lamm, Mango Sorbet wurden von den drei sympathischen Service-Mädels aufgetischt.

Wochenprogram

Montag bis Freitag wurde Bike Programm geboten, wobei der Mittwoch Ruhetag mit reduziertem Angebot war.

Am Montag gesellte sich Alex zu uns in die mittlere Gruppe, Jürg und Dan sorgten weiter für eine starke Vertretung in der Top-Gruppe. Auch die Montagstour war gespickt mit langen wunderschönen Trails. Die vielen Dornen verursachten einige Kratzer und Plattfüsse, Remo bewies mit 5 Minuten Flickzeit seine Fertigkeiten, stellte wohl mit vier Plättu auch den Wochenrekord.

Christoph hatte bei seinem Salto nach einem Mut forderndem Absatz gezeigt, wie man sauber abrollt und ist mit ein paar Kratzern davon gekommen. Von gröberen Verletzungen sind wir zum Glück verschont geblieben. Abgeschlossen wurde der Montag mit Weihnachtstrail und Gotthardtrail, wobei ersterer mein Favorit war mit coolem Flow.

Heavy Duttli und Internat

Am dritten Tag, mit etwas schweren Beinen, ging's über Trails und Feldwege durchs Städtchen Vallon-Port-d'Arc und über eine 6 km Passtrasse an den Ausgangspunkt zum Heavy Duttli Trail, meinem Lieblingstrail der Woche. Die Tage unter Männern förderten anscheinend Phantasien, einige wollen im Tal ein Schwedinnen-Internat gesehen haben... Ich hatte keine Zeit für einen Blick ins Tal, die rasante Fahrt auf dem steinigen Singletrail forderte volle Konzentration.

Dass Material beim Biken entscheidend ist, bewies eine Teilnehmerin, die mitten im Trail beim Tragen ihres Bikes über Stock und Stein eine Schuhsohle verlor. Unser Guide Alain konnte sein Geschick mit Klebband unter Beweis stellen.

Der Mittwoch wurde von einigen als Ruhetag genutzt, ich konnte dem Angebot "Trails-only" nicht wiederstehen, obwohl meine Beine Ruhe nötig gehabt hätten. Remo, Thomas und Alex reihten sich auch in der Gruppe ein, die in den folgenden zwei Stunden Trail um Trail auf und ab flitzten, inklusive "Siebesiech", ein Trail mit Mutprobe. Die Schlüsselstelle, ein Drop direkt auf eine kleine Holzbrücke über einen Bach und Gegensteigung, liess bei der Besichtigung bei allen den Puls steigen. Mit allem Mut zusammengerauft, fuhren Remo, Alex und ich dem Guide nach und meisterten die Herausforderung.

Der Donnerstag war wieder ein Tour Tag, etwas lockerer, schöne Landschaft, gute Trails.

Königsetappe

Nach ein paar Kilometern trafen wir auf die schnelle Gruppe, die im Eiltempo unterwegs war am letzten Tag. Für Jerome alias Dan war das Zuviel und er schloss sich uns an. Für die ruppigen Aufstiege der Königsetappe kam uns gelegen, dass es zum ersten Mal bewölkt und etwas kühler war. Die Aussicht vom höchsten Punkt der Tour war etwas eingeschränkt, die Abfahrt auf nassen Singletrails eine Herausforderung. Zum Abschluss der Tour noch einmal über den Brügglitrail und zurück zum Hotel, wo der letzte Tag mit einem reichhaltigen Buffet abgeschlossen wurde.

Empfehlung

 

Fünf abwechslungsreiche Tagestouren in gut abgestimmten Leistungsgruppen, endlose Singletrails, aufgestellte Truppe, kompetente Guides, gutes Essen, schöne Zimmer und super Wetter, Biker-Herz, was willst du mehr?