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Trainingssteuerung

Rahel 21.03.2011

Am Montag, den 21. März fanden sich ca. 30 interessierte Bikerinnen und Biker im Saal des Restaurant Rebstock zu einem Vortrag von Dr. Thomas Lüthi ein. Herr Lüthi referierte zum Thema "Trainingssteuerung".

Um die persönliche Leistung steigern zu können, so Lüthi, müsse der richtigen Abstand zwischen Belastung, Regenerationsphase und erneuter Belastung bekannt sein. Auf einen Belastungsreiz muss eine Regenerationsphase folgen, und anschliessend kann erneut ein Trainingsreiz gesetzt werden (Prinzip der Superkompensation). Wird der Trainingsreiz zu früh angesetzt, so sinkt die Leistungskurve des Sportlers, Übertraining ist die Folge von ungenügender Regeneration. Aus diesem Grund ist es wichtig, den richtigen Zeitpunkt für den erneuten Trainingsreiz festzulegen, welcher aber individuell verschieden ist.



Man unterscheidet vier Trainingsintensitäten, von "locker" über "mittel bis "schnell" und "Intervall". Für Hobbysportler ist die erste Stufe, die Grundlagenausdauer ("locker" und "mittel"), die entscheidende und sollte das Fundament für das Training bilden. Es ist wichtig, den individuellen Puls für diese Leistungskategorie zu kennen, damit man möglichst oft in diesem Bereich trainieren kann. Da bei ca. einem Drittel aller Sportler die Faustregel "Höchstpulsfrequenz minus Alter" nicht stimmt, nach welcher die Pulsmessgeräte den Trainingsbereich ausrechnen, muss man ihn selbst herausfinden. Zu diesem Zweck kann man sich einen Hügel hochjagen, Herr Lüthi empfiehlt aber, die Messung der Höchstpulsfrequenz zur Schonung der eigenen Gesundheit in einer Praxis vorzunehmen.

Im letzten Teil seines Vortrages ging Herr Lüthi auf die Frage ein, ob ein moderates Ausdauer-Fettverbrennungs-Training oder ein hochintensives Intervalltraining besser geeignet seien, um die Fitness zu steigern. Intervalltraining hat bei Profisportlern zu sehr guten Resultaten geführt, aber auch gezeigt, dass das Risiko des plötzlichen Herztodes ansteigt. Daher ist es für Hobbysportler angezeigt, sich einem Check- up mit EKG zu unterziehen, bevor Intervalltraining betrieben wird.

Nach dem aufschlussreichen Vortrag wurde die Möglichkeit Fragen zu stellen rege genutzt. Herr Lüthi nahm sich die Zeit, alle ausführlich zu beantworten. Anschliessend liessen die Teilnehmenden den interessanten Abend bei gemütlichem Beisammensein im Restaurant Rebstock ausklingen.