> Zurück

Skitour Schafwisspitz

Christoph 11.03.2012

Samstag, 3. März 2012: 6:30Uhr; es herrschte dichter Nebel in Wilen und Umgebung, doch vor dem Stopbox konnte man bereits emsiges treiben beobachten. Acht Frühaufsteher (Bea, Peter, Dani, Sepp, 2x Christoph, Thomas und Chrigel) trafen sich, um gemeinsam mit Tourenleiter Armin den Schafwisspitz auf Skiern zu erklimmen. Aufgrund des warmen Frühlingswetters der Tage zuvor erfolgte der Start eine Stunde früher als ursprünglich geplant. Skier und Rucksäcke wurden auf drei Autos verteilt, anschliessend startete man gemeinsam in Richtung Unterwasser. Wenige Minuten später war der Nebel bereits verschwunden und weit und breit keine Wolke mehr am Himmel zu sehen, es versprach ein klasse Tag zu werden.

Oberhalb von Unterwasser wurden die Autos abgestellt und die Felle auf die Skier aufgezogen. Vom Parkplatz aus konnten wir bereits das Ziel erkennen, um 8Uhr waren alle bereit und der Aufstieg begann - keine Wolken, der Himmel tiefblau, ein perfekter Wintertag. Armin legte das Tempo vor, die restlichen Acht folgten, wie an der Perlenschnur aufgereiht; ein harmonisches Bild des BTW bei traumhaften Bedingungen. Nach einer halben Stunde Aufstieg wurde ein Waldstück durchquert, im Sommer ist dieses Stück sicher ein klasse Singletrail. Die Temperaturen erinnerten auch mehr an den Sommer als an den Winter, jeder schwitze und suchte nach der ersten Aufstiegspassage den kühlenden Schatten, wie beim Biken; wir waren im Element! Nach einer kurzen Trinkpause stach man in die erste Abfahrt, der Faulheit wegen wurden die Felle nicht abgezogen - ein komisches Gefühl. Dem ein oder anderen kamen auf der Abfahrt die Bäume in den Kurven doch näher als gedacht, es kamen aber alle unversehrt unten an. Pünktlich um 9Uhr war "Znüni"-Pause, die erste Stärkung. Wir hatten eine wunderbare Sicht auf die Churfirsten und die Sonne lachte über uns. Zehn Minuten später ging's weiter, der erste Steilhang wurde durchquert. Bei Dani deuteten sich Probleme mit seinem Ski an, er musste deshalb eine Zwangspause einlegen. Drei weitere leisteten ihm Gesellschaft und badeten in der Sonne, während die anderen zum Ziel aufbrachen.

100 Höhenmeter unterhalb sah man zum ersten Mal das Gipfelkreuz. Wir setzten zum Endspurt an. Das letzte Stück zog sich aber viel mehr als gedacht, verständlich dass bei jedem der Schritt langsamer wurde. Geschafft, nach drei Stunden Aufstieg erreichten wir den Gipfel des Schafwisspitz auf 1987m ü.M. Keine Menschenseele weit und breit – Stille. Uns bot sich ein unvergesslicher Ausblick auf das Toggenburg mit den sieben Churfirsten auf der einen und dem Säntis auf der anderen Seite.

Nach einer kurzen Essenspause und dem wohlverdienten Gipfelschnaps zogen wir die Felle ab. Ohne einen Blick zurück zu werfen, starteten wir die Abfahrt, diese genossen wir bei guten Firnbedingungen. Am "Rastplatz" warteten die Zurückgelassenen und wir schwangen den Hang gemütlich ab. Unten angekommen wurden nochmals kurz die Felle montiert, um den letzten Hügel zu überqueren. Oben angekommen stiessen wir mit einem Gipfelwein (einem Wein der auf dem Gipfel war) auf die tolle Tour an – Sonne pur mit traumhaften Bedingungen!

Armin durchsuchte während der Pause seinen ganzen Rucksack, doch musste er feststellen, dass er – aufgrund des fehlenden Blicks zurück – seine Teeflasche auf dem Gipfel vergessen hatte. Nach der letzten Abfahrt des tollen Tages, folgte zum gemeinsamen Ausklang die Einkehr in die "Post" von Unterwasser, bevor bei frühlingshaften 17°C die Heimfahrt nach Wilen anstand.

Auch am Sonntag war das Wetter traumhaft und so stiegen wieder zwei auf den Gipfel des Schafwis, um Armins Teeflasche zu holen – mit Flasche kehrten wir zurück ins neblige Wilen.

Besten Dank Armin für die tolle(n) Ski-Tour(en)!