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Wilket

Urs 10.06.2012

Wilket? Von diesem Punkt hatte ich zuvor noch nie gehört, konnte ihn aber dank Google-Maps in der Vorbereitung zur Tour sehr schnell lokalisieren. Es ist Samstagmorgen und gar nicht mehr allzu früh als wir uns in einer 13er-Gruppe zur Tour sammeln. Die Befürchtung, dass man es zu rassig angehen würde nimmt uns Gebi schon zu Beginn mit dem Verweis auf den lezten Mittwoch. Und tatsächlich, der Thur entlang fahren wir uns in einem angenehmen Tempo warm und treffen bei der Thurbrücke auf den 14. Teilnehmer – Röbi, unseren „Bäsewage“. Wo Röbi ist, lässt auch ein Aufstieg nicht lange auf sich warten, darum geht’s nun rauf in Richtung Algetshausen. Von dort in einem schönen, indirekten Geschlängel in Richtung Eppenberg. Es wird wärmer, draussen und drinnen im Körper. Im Wissen, dass wir noch einige Kilometer vor uns haben geht es weiter Richtung Magdenau. Zwischenhalt – Wasserflaschen nachfüllen. Weiter geht es in Richtung Degersheim. Nebenbei erwähnt Gebi, dass uns vor dem Hölzli noch „eine kleine Rampe“ erwartet. Dort oben angekommen, wissen wir dann, wie sich „kleine Rampen“ so anfühlen. Zum gross verschnaufen reicht es nicht, weiter geht es und nun generell eher Höhenmeter verlierend nach Degersheim. Gemäss dem Motto „mal ufe, mal abe“ radeln wir nun wieder rauf zum Fuchsacker und weiter, den Mittagshalt im Bergli vor Augen. Aber Achtung! Nochmals wartet auf uns eine „kleine Rampe“ à la Gebi, und damit es etwas abwechslungsreicher wird, ist diese auch noch versetzt mit Bollensteinen. Als Kompensation geht es, überhaupt nicht sinngemäss, zum Bergli runter! Absteigen - Mittagspause. Gebi ist zufrieden, da wir bisher den Zeitplan einhalten und Armin erklärt bei herrlicher Sicht die Bergwelt rund ums Bergli. Ein Blick auf die 1:60‘000 Karte verrät, wir sind nur noch zwei Fingerbreit vom Wilket entfernt! Weiter geht’s – es folgt eine der schönsten Abfahrten runter zum Wisenwaldbach und nun geht’s in den Aufstieg zum Wilket und der hat es in sich. Es folgt Kehre um Kehre und man kann sich immer wieder die kleinen Bergpreispunkte ersprinten, doch als man sich endlich oben wähnt folgt, wie könnte es anders sein, noch eine „kleine Rampe“ ganz im Gusto von Gebi! Statt Bollensteinen ist diese nun gesät mit Wurzelverwerfungen. Früher oder später kommen alle oben auf 1170m an und geniessen die herrliche Aussicht an diesem wunderschönen Juni-Samstag. In einer garstigen Abfahrt geht’s danach zur Alp Wimpfel zum Gizzi-Kafi. Wenn man da lange genug hocken bleibt, kann es tatsächlich einigermassen erträglich werden, doch so lange haben wir keine Zeit. Rauf auf’s Bike und schnell runter nach Ebersol und damit das mit den Höhenmetern dann auch stimmt wieder hinauf zum Löffelsberg und weiter nach Mogelsberg. In Böschenbach trennen sich die Wege derjenigen, die über die Direttissima heimwärts rollen um Familienprogramm, Tour-Bericht und Regeneration unter einen Hut zu bringen vom harten Kern, welcher über Nassen in gleicher Richtung aber mit etwas mehr Höhenmeter und weniger Asphalt die Tour zu Ende fahren.

Einen sportlichen Dank an alle Teilnehmer: Sabine, Armin, die beiden Christoph H., Cornelius, Fred, Gebi, Juergen, Markus, Ralph, Reini, Röbi und Urs.