News von der IG MTB TG
Liebe Mountainbiker/innen der IG MTB TG
Am Freitag 6. Februar 2026 hat in Weinfelden der 2. Sounding Board Anlass zum Mountainbike Konzept Thurgau stattgefunden. Geladen waren ca. 60 Gäste aus den verschiedenen Interessengruppen, der Vorstand der IG war komplett vertreten. Das Projektteam aus dem Departement für Bau und Umwelt hat den Anlass wieder perfekt vorbereitet und uns über die wichtigsten Rückmeldungen aus der Vernehmlassung informiert. Der zuständige Regierungsrat Dominik Diezi hat den Anlass eröffnet und war zusammen mit weiteren Vertretern involvierter Ämter den ganzen Morgen präsent.
Insgesamt gab es zur Vernehmlassung 281 Rückmeldungen zum Mountainbike-Konzept und 79 zur Änderung Waldgesetz von 80 Teilnehmenden. Die relevantesten davon wurden uns vorgestellt zusammen mit der Stellungnahme des Projektteams. Das Plenum durfte dann zu jedem Punkt ein online Feedback abgeben über die Zufriedenheit auf einer Skala von 0-10. Generell war im Plenum eine eher hohe Zufriedenheit zu erkennen (+/- 7.5). Wir von der IG haben vom Treffen keine Wunder erwartet und sind nicht überrascht, dass das Konzept geschärft aber nicht fundamental verändert wurde. Die Stimmung unter den Teilnehmern hat sich zu früheren Treffen doch merklich verbessert und es gab viele konstruktive Diskussionen auf Augenhöhe.
Wie geht es nun weiter? Als nächster Schritt muss der Regierungsrat das bereinigte Konzept genehmigen und die Änderung zum Waldgesetz behandeln. Danach geht es in den Grossen Rat zur Vorstellung und Kenntnisnahme des Konzeptes und der Beratung und den Beschluss zur Änderung im Waldgesetz. Wenn dieser Prozess positiv läuft und die Referendumsfrist zur Anpassung des Waldgesetzes abgelaufen ist, kann die Umsetzung ab ca. Herbst 2027 beginnen.
Neben unserem Fokus auf den Kanton Thurgau kommt auch national Bewegung in die Szene der Freizeit Mountainbiker. Wie ihr alle wisst, sind wir seit 2 Jahren Mitglied bei der IMBA Schweiz (International Mountainbike Association), welche den Anspruch haben unseren Sport national zu vertreten in Abstimmung mit Swiss Cycling unter Moderation von Schweiz Mobil. Jetzt sind aber 6 kantonale Verbände (Zürich, Bern, Solothurn, Schwyz, Obwalden und Nidwalden) zum Schluss gekommen, das diese Partnerschaft wenig zufriedenstellend ist und beurteilen dieses Joint Venture als gescheitert. Die Interessen der Kantone werden nach ihrem Urteil national nur unzureichend vertreten.
Diese kantonalen Verbände arbeiten nun an einer Lösung eines für die Freizeit Mountainbiker funktionierenden Dachverbandes und es steht nun ein vielversprechender Lösungsansatz bereit. Sie und Vertreter weiterer interessierter Kantonalverbände haben sich darum am 29. Januar in Bern zu einem Workshop getroffen, um diesen Ansatz weiter zu vertiefen. An der IMBA Präsidentenkonferenz vom 15. Januar, an der unser Präsident Silvio Crameri teilgenommen hatte, wurde diese Entwicklung kontrovers diskutiert und hat zu einer offenen Stellungnahme der IMBA geführt.
Wir sind nun gespannt wie sich diese Initiative weiter entwickelt, haben uns aber entschlossen nicht an diesem Workshop teilzunehmen. Aktuell gilt unser Fokus dem Kanton Thurgau, wir bleiben aber am Ball und hoffen an der GV 2026 über weitere Fortschritte berichten zu können und zu besprechen, wie sich die IG MTB TG positionieren soll.
Gerne machen wir euch noch auf eine sehr gut recherchierte Blog Serie auf unserer News Webseite aufmerksam, welche wir von der IG Mountainbike Kanton Solothurn erhalten haben unter dem Titel „Der Prügelknabe“. "Teil1: Wildtierschreck" haben wir bereits publiziert, weitere folgen noch. Viel Spass beim Lesen.
Flowige Grüsse
Mike Segmüller